Stephansgasse 9 ++++ Öffnungszeiten: Di–Sa 14–17 Uhr, So 11–17 Uhr. Vom 1. Mai bis 30. September Di–So 11–17 Uhr. Vom 1. Januar bis 15. Februar bleibt das Museum geschlossen ++++ Eintrittspreise: Erwachsene 3,50 €. Kinder, Jugendliche und Schüler im Klassenverband 1 €. Ermäßigungen für Familien
Der Wormser Heylshof stellt eine einmalige Verbindung aus großbürgerlichem Stadtpalais und Kunstmuseum dar. An markanten Standorten und anhand ausgewählter Exponate werden die vielfältigen Facetten erläutert, welche die Faszination des Heylshofs ausmachen: Die Baugeschichte, die Entwicklung der Kunstsammlung mit den Schwerpunkten Malerei, Porzellan, Glas und Kunsthandwerk – und vor allem auch die damit verknüpfte Familiengeschichte. Neben Zahlen und Fakten sind es die kleinen Geschichten sowie Bilder und Dokumente, welche die Vergangenheit lebendig werden lassen.
DAUER 1 Stunde KOSTEN Erwachsene 50 € / Schulklassen 40 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
Im 17. Jahrhundert erlebte Holland eine große Blütezeit, die nicht nur zu einer immensen Bilderproduktion führte, sondern auch zu einer neuen Vielfalt von Bildgattungen und Motiven führte. Bilder aus Holland, das zur damaligen Zeit eine Gegenbewegung in der Kunst durchlebte, bilden den Schwerpunkt der Sammlung im Heylshof. Hier wurden nicht nur, wie in Italien, Spanien und Frankreich religiöse Szenen, sondern Szenen, die die Welt beschreiben, dargestellt. Dazu gehört unter anderem das Stillleben, das durch Austern, Zitrusfrüchte und kostbare Tulpen den Einfluss des Handels mit exotischen Gütern widerspiegelt. Der Bürgerstolz erfolgreicher Kaufleute und Ratsherren zeigte sich vor allem in der Porträtkunst. Und auch Natur und Landschaft, die durch die Malerei immer und immer wieder neu entdeckt wurden, spielten zu dieser Zeit eine enorme Rolle.In der Führung, gilt es, die reiche Welt der holländischen Bilder zu entdecken und die zu jener Zeit neu entstandenen Bildgattungen Stillleben, Porträtkunst und Landschaftsmalerei genauer unter die Lupe zu nehmen.
DAUER 1 Stunde KOSTEN Erwachsene 50 € / Schulklassen 40 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Sekundarstufe I
Das Museum Heylshof verfügt über ein eigenes Porzellankabinett mit einer exquisiten Sammlung Frankenthaler Porzellan. Daneben sind aber auch Stücke aus Wien, Berlin und Hoechst vertreten. Porzellanfiguren widmeten europäische Könige und Fürsten im 18. Jahrhundert oft ihre ganze Sammelleidenschaft. So ließ auch der kurpfälzische Kurfürst Carl Theodor im nahen Frankenthal 1755 eine der bedeutendsten Manufakturen zur Herstellung des begehrten »weißen Goldes« gründen. Sie produzierte nicht nur kostbare Service und Aufsätze für den Bedarf der eigenen höfischen Tafel, sondern lieferte auch ins Ausland nach Holland, Italien und sogar in die Türkei. Während die erlesenen Geschirre einiges über die Speise- und Trinkgewohnheiten der Zeit des Rokoko und seine Lust am verspielten Dekor verraten, spiegeln die Porzellanfiguren auf amüsante Weise die Kulturgeschichte. Von der Lebkuchenverkäuferin über den Jägersmann bis hin zu »Eintracht und Zwietracht in der Ehe« zeigen die von angesehenen Bildhauern modellierten und von erfahrenen Maler-Spezialisten individuell kolorierten Gestalten ein Panoptikum der Epoche des 18. Jahrhunderts. Große mythologische Themen wie der »Raub der Helena« erscheinen neben den komischen Darstellern der Commedia dell’Arte und verkleidete Putten parodieren die Welt der Erwachsenen. Je nach Interesse können für die Führung auch besondere Schwerpunkte – beispielsweise die Tafelkultur oder das Manufakturwesen am Beispiel der Frankenthaler Porzellanherstellung – vereinbart werden.
DAUER 1 Stunde KOSTEN Erwachsene 50 € / Schulklassen 40 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Sekundarstufe I
Kunstmuseen sind Orte der sinnlichen Wahrnehmung und der Entstehung neuer künstlerischer Ideen. Seit eh und je dienen sie Künstlern und kreativen Laien als schier unerschöpfliche Inspirationsquellen. Mit Skizzenblock und einem ganz normalen Bleistift „bewaffnet“, begeben sich die Teilnehmer des Workshops auf eine sinnlich-kreative Entdeckungsreise durch die vielfältigen Sammlungen des Museums Heylshof. Beim lustvollen Betrachten der Alten Meister entstehen im Kopf neue Bilder. Diese werden in verschiedenen Zeichentechniken skizzenhaft aufs Papier gebannt und können je nach Laune und Talent als Grundlage für spätere „Meisterwerke“ dienen. Oder: Sie finden bereits im Stadium der Skizze - als bildhafte Notizen und Momentaufnahmen - ihre künstlerische Vollendung.
DAUER 1,5 Stunden KOSTEN Schulklassen 60 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
Üppige Blumenpracht, die Überreste eines spartanischen Frühstücks oder saftige Früchte begegnen uns in jenen Bildern, die als „Stillleben“ bezeichnet werden. In Holland gab es im 17. Jahrhundert eine ganze Reihe namhafter Maler, die sich auf diese Bildgattung spezialisiert hatten. Wie so oft in der Malerei, stehen auch hier die Gegenstände nicht für sich allein, sondern tragen zugleich eine tiefere, symbolische Bedeutung. Die Künstler sprechen im Stillleben gewissermaßen “durch die Blume(n)“ zu uns Betrachtern. Durch die kunstvollen Arrangements erfahren wir viel über die Träume, Wünsche und Ängste der Menschen im Zeitalter des Barock - aber auch über ihre Speisen, Essgewohnheiten, Luxus- und Alltagsgegenstände. Auch heute beschäftigen sich Künstler mit dem Thema „Stillleben“. Sie wählen Gegenstände aus unserer Alltagswelt für ihre Kunstkompositionen aus. Objekte und Installationen sind zeitgenössische Formen, in denen sich die Gattung Stillleben heute wiederfindet, wobei sie im Gegensatz zu den Werken der Alten Meister häufig von Brechungen und Irritationen bestimmt sind.Im Anschluss an die Bildbetrachtungen wird den Schülern vor Ort die Möglichkeit geboten, Kunstobjekte herzustellen, die den zeitgenössischen Begriff des Stilllebens spiegeln. Jeder Teilnehmer bringt hierfür zwei bis drei ausrangierte Alltagsgegenstände mit.
DAUER 1,5 Stunden KOSTEN Schulklassen 60 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
Vornehm und ernst blickt der unbekannte Herr mit Zwirbelbärtchen, weißem „Flatterkragen“ und Goldkette von oben herab auf die Besucher. In seinen Augen spiegelt sich das Licht. Die Madonna auf dem Nachbarbild zu seiner Rechten hält einen nackten Jesus-Knaben auf ihrem Schoß. Sie wirkt freundlicher als er. Ihre Gesichtszüge sind Kunstliebhabern gut vertraut: Isabella wurde von ihrem Mann, dem berühmten flämischen Maler Peter Paul Rubens, auf zahlreichen Gemälden verewigt. Das Bildnis des unbekannten Herrn hingegen stammt von Rubens’ erfolgreichstem Schüler Anthonis van Dyck, der für dieses „Leuchten“ in den Gesichtern seiner Porträtierten weltberühmt wurde.Wie ein roter Faden zieht sich die Bildgattung Porträt durch die Ausstellungsräume des Museums. Fasziniert und angeregt – jedoch nicht eingeschüchtert - von den großen Porträtmalern der Jahrhunderte, versuchen sich die Workshopteilnehmer selbst in dieser Kunst.
DAUER 1,5 Stunden KOSTEN Schulklassen 60 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
Die holländische Landschaftsmalerei bietet ein ganz besonderes Naturerlebnis, da sie dem Spiel der Naturkräfte Wasser, Wind und Wetter freien Raum gibt. Symbolträchtige Ruinenlandschaften begegnen uns neben paradiesischen Winterbildern und dramatische Seeschlachten wechseln mit idyllischen Hirtenszenen und „romantischen“ Nachtstücken. Die Landschaftsmalerei existiert bis heute als eigene Kunstgattung. Neben ihr hat sich aktuell eine besondere Spielart von Landschaftskunst herausgebildet, die so genannte „landart“. Künstler wie Richard Long oder Andy Goldsworthy arbeiten dabei in und mit der Natur, schaffen Kunstwerke aus Materialien, die sie in der Natur finden, fügen sie als „Kunst-Teile“ wieder in den Naturraum ein. Dort verbleibt das Kunstwerk in der Regel so lange, bis es mit seiner Umgebung verschmilzt oder sich aufgelöst hat.Der Workshop bietet Schülern die Möglichkeit, dem Naturempfinden der Künstler vergangener Jahrhunderte durch genaue Bildbetrachtungen nachzuspüren und ihm das Landschaftsverständnis, das dem heutigen Kunstschaffen zu Grunde liegt, durch eigene „landart“-Experimente im Heylshof-Park gegenüberzustellen.
DAUER 2 Stunden KOSTEN Schulklassen 40 € pro Stunde (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
Kein anderes Medium vermittelt den übersinnlichen Charakter der mittelalterlichen Sakralkunst in gleicher Weise wie die Glasmalerei. Als fest eingebautes Kirchenfenster oder beweglich vorgehängte Kabinettscheibe zeugt die durchscheinende, fast körperlose „Glashaut“ von dem Streben nach Entweltlichung und von der Sehnsucht der menschlichen Seele nach Erlösung im Himmel. Die zumeist in echter, „mosaikartiger“ Glasmalerei aus durchgefärbten „Scherben“ gefertigten Motive im Glasmalereikabinett des Heylshofes bieten mit Fabelgestalten wie dem Einhorn, Heiligenfiguren, aber auch Rittern oder gar Küchenszenen „leuchtende Beispiele“ (Zitat Ariane Mensger) dieser faszinierenden Technik. Die handwerkliche Herstellungsweise und die angestrebte Wirkung sind ebenso Gegenstand des Workshops wie die Darstellungen selbst. Angeregt von den traditionellen Kompositionen im Museum Heylshof oder inspiriert durch die modernen Fenstergestaltungen Henri Matisse’, Marc Chagalls und Gerhard Richters bietet der Workshop Gelegenheit zu eigenen ornamental-dekorativen oder figurativ-erzählerisch angelegten Bildschöpfungen. Hierbei kommt eine schnell und einfach zu handhabende Pinseltechnik auf durchsichtigen Kunststoffplatten zur Anwendung, die Wirkungen der aufwändigeren Glasmalerei nachahmt.
DAUER 1,5 Stunden KOSTEN Schulklassen 60 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
An märchenhaften und geschichtsträchtigen Orten wie dem Wormser Heylshof geschehen bisweilen merkwürdige Dinge: Unheimliche Gestalten geistern durch den vom Nebel verschleierten Park. Das große schwere Eingangstor knarrt. Im Kamin säuselt der Wind. Und liegt nicht dort im Saal auf dem Boden direkt unter dem kristallenen Kronleuchter ein aufgeschlagenes, dickes Märchenbuch?Sogar im Zeitalter von Fernseher und Computerspielen üben Märchen und Sagen besonders auf Kinder eine magische Anziehungskraft aus. Die alten Geschichten über Gut und Böse, Zaubereien, Feen und Kobolde regen die Fantasie an und helfen, die kleinen und großen Probleme der Wirklichkeit besser zu bewältigen.„Es war einmal...“ - Eine Märchenstunde der besonderen Art, bei der die Kinder nicht nur zuhören und selbst erzählen, sondern auch in Rollen schlüpfen und zu Märchenwesen werden, kann beginnen.
DAUER 1 Stunde KOSTEN 40 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Vorschulkinder und Schüler ab Grundschule
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