Weckerlingplatz 7 ++++ Öffnungszeiten: Di–So 10 –17 Uhr ++++ Eintrittspreise: Erwachsene 2 €. Kinder und Jugendliche 1 €. Ermäßigungen für Berechtigte, Gruppen und Familien ++++
Die fruchtbare Ebene und die günstige Lage des Gebietes um das heutige Worms haben die Menschen schon lange vor den Kelten und Römern angelockt. Sie fanden hier geeignete Bedingungen und siedelten sich an. Woher aber kamen diese Menschen? Welche Traditionen brachten sie mit? Wie gestaltete sich ihr Alltag? Und vor allem: Woher wissen wir heute überhaupt noch etwas über sie?Der Boden der Umgebung birgt Funde, die bis zu 7000 Jahre alt sind. Von den Bandkeramiken der Jungsteinzeit über die Artefakte der Bronzezeit bis hin zu Funden aus der Eisenzeit befinden sich Überreste verschiedenster Entwicklungsstufen unter der Erde und »erzählen« von einer durchgehenden Besiedlung über die Zeiten hinweg.In der vorgeschichtlichen Abteilung des Museums kann man anhand der Keramikfunde und Grabbeigaben vieles über diese Zeiten erfahren. So werden neben Werkzeugen und Waffen auch Schmuckstücke vorgestellt und es wird anhand von Rekonstruktionen das alltägliche Leben der frühen Menschen verdeutlicht.
DAUER 1 Stunde KOSTEN Schulklassen 40 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
Vor etwa zwei Millionen Jahren – mit Beginn der Steinzeit – betritt der Mensch allmählich die „Bühne der Weltgeschichte“ und wird für uns anhand erster einfacher Steingeräte archäologisch fassbar. Wichtige Neuerungen, wie die Entdeckung des Feuers, und die Entwicklung einfacher Gesellschaftsformen liefern die Grundlage für unsere moderne Welt. In diesem Workshop sollen die entscheidenden Veränderungen von der Altsteinzeit hin zur Jungsteinzeit aufgezeigt werden. Die Auswirkungen steinzeitlicher Erfindungen, die zu verbesserten Werkzeugen und einer völlig neuen Lebensweise führten, werden gemeinsam erarbeitet. Hauptanliegen ist es dabei, den Teilnehmern durch praktische Erfahrungen das steinzeitliche Alltagsleben näher zu bringen. Beim Töpfern oder Basteln von Schmuck und Ledertaschen mithilfe authentischer Materialien können sie die Anstrengungen ihrer Vorfahren nachempfinden und ihr handwerkliches Geschick testen.Weitere steinzeitliche Praktiken können bei museum live erfragt und gebucht werden.
DAUER 1,5 Stunden KOSTEN Schulklassen 60 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
Das Jahr 9 n. Chr. markiert aus heutiger Sicht einen Wendepunkt in der römischen Germanienpolitik. Nach der vernichtenden Niederlage des Varus im Teutoburger Wald ziehen sich die römischen Truppen zunächst an den Rhein zurück. Von hier aus unternehmen sie in der Folgezeit immer wieder Feldzüge in das freie Germanien. Dennoch entwickelt sich das Rheingebiet allmählich zum Grenzgebiet und wird im 1. Jahrhundert n. Chr. zum Hinterland der neu errichteten Grenze, des Limes. Im Zuge dieser Geschehnisse entsteht ein erstes festes römisches Kastell im Bereich des heutigen Worms. Dies alles sollte die Entwicklung der damaligen Siedlung „Borbetomagus“ auf verschiedene Weise beeinflussen.Wer waren die römischen Legionäre? Woher stammten sie und wie waren sie ausgerüstet? Was lassen die Münzen erkennen, die sie mitbrachten? Wie lebte die Zivilbevölkerung? Welche Bedeutung hatte die tönerne Maske und wer sind die Figuren auf den Steinen? Über das alltägliche Leben der Stadt und ihrer Menschen, über Bräuche und Traditionen, über Religion und Glauben berichten heute die Zeugen dieser längst vergangenen Zeit – die Museumsobjekte im Andreasstift.
DAUER 1 Stunde KOSTEN Schulklassen 40 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
Magister, paedagogus, discipuli – Stundenplan, Ferien, Schulbeginn und Pausenklingeln … Wie lernten Schüler eigentlich in der Antike? Gab es Schulen? Was wurde unterrichtet und welchen Bildungsweg konnte man gehen? Und schließlich: Wer musste bzw. durfte überhaupt lernen?In diesem Workshop tauchen die Schüler der Gegenwart in den Alltag der römischen Schüler vor etwa 2000 Jahren ein. Es werden nicht nur Exponate im Historischen Museum im Andreasstift gezeigt und erklärt, sondern man darf auch selbst in die Rolle eines Schülers aus der Antike schlüpfen. Dazu gehört es natürlich auch, auf Wachstäfelchen und Keramikscherben zu schreiben und von Papyrusrollen nach antiker Art zu lesen. Schließlich sollen auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum heutigen Schulalltag verdeutlicht und damit ein Blick auf die römische Gesellschaft gegeben werden.
DAUER 1 Stunde KOSTEN Schulklassen 40 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
Die allgegenwärtige Globalisierung erscheint häufig als die modernste Entwicklung unserer wirtschaftlichen Welt, und nicht selten werden wir mit Problemen konfrontiert, die scheinbar noch nie da gewesen sind. Doch vieles von diesem so »modernen« Phänomen begegnet uns auch schon in den antiken Quellen. Denn einen weit verzweigten Markt, welcher fast die gesamte bekannte Welt umspannte, über standardisierte Maße, Gewichte und Währungen, ja sogar über eine Art »Weltsprache« verfügte, kannte die Menschheit schon vor 2000 Jahren.In der Führung durch die Römische Abteilung des Museums im Andreasstift rücken die Faktoren Handel und Wirtschaft in den Vordergrund. Dabei wird aber nicht nur auf die weit entwickelte Wirtschaft in den römischen Provinzen mit ihren unzähligen Handelsgütern eingegangen. Vielmehr soll ebenso das großflächige Handelsnetz des Imperium Romanum einmal näher betrachtet werden.Eine Schlüsselrolle spielt das Münzwesen in diesem riesigen Wirtschaftsraum. Denn Münzen dienten nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch zur Verbreitung von Nachrichten aus der Hauptstadt Rom hinaus in die römische Welt.
DAUER 1 Stunde KOSTEN Schulklassen 40 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Grundschule
Die Stadt Worms bildete im Frühjahr 1521 die Kulisse einer historischen Reichsversammlung, auf welcher der »kleine« Mönch Martin Luther – als Einzelner - vor Kaiser und Reich erschien und die bestehenden Traditionen ins Wanken brachte. Es waren die Schriften Martin Luthers, seine »Federstriche«, welche die Macht und Autorität des Papsttums in die Knie zu zwingen drohten. Betrachtet man die historischen Texte und Dokumente heute, gilt es sich bewusst zu machen, welche spannenden, bewegenden und dramatischen (Lebens-)Umstände sie uns preisgeben. Im Rahmen eines historischen Rollenspiels versetzen sich die Schülerinnen und Schüler – gehüllt in historische Gewänder – in die Situation derjenigen Personen, die im April 1521 nach Worms gereist waren. Auf spielerische Weise erleben sie so die spannenden und weltbewegenden Ereignisse von Damals hautnah.
DAUER 1 Stunde KOSTEN Schulklassen 40 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Sekundarstufe I
Mit der Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahnlinie von Nürnberg nach Fürth im Jahr 1835 ergriff die technische Modernisierung schließlich auch das seinerzeit rückständige »Deutschland«. Mit dem »wirtschaftlichen Schlaf« mitten in Europa sollte es von nun an endgültig vorbei sein. Gefördert durch staatliche Unterstützung, gewandelte politische Verhältnisse und private Investitionen, erfasste die industrielle Revolution in zunehmendem Maße auch die deutschen Staaten und Städte – und veränderte sie tiefgreifend. Zählte Worms 1836 gerade einmal 8300 Einwohner, so waren es nur siebzig Jahre später über 40.000. Die Industrialisierung veränderte das Leben der Menschen, indem sich ihre Arbeitswelt und somit ihr Alltag völlig wandelte. Aus dem traditionellen Gerberhandwerk in Worms entwickelte sich eine regelrechte Lederindustrie, die die Stadt und ihr Erscheinungsbild seither grundlegend prägte.Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert blieben als Zeugen zurück, und die zahlreichen Ausstellungsstücke der Sammlungen im Museum der Stadt berichten vom Einfluss dieses Wirtschaftszweiges auf die Stadt und umgekehrt. Anhand dieser Beispiele und Exponate lassen sich im Rahmen der Führung der Aufstieg und die weitere Entwicklung des Industriestandortes Worms deutlich vor Augen führen.
DAUER 1 Stunde KOSTEN Schulklassen 40 € (zzgl. Museumseintritt) EMPFOHLEN Schüler ab Sekundarstufe I
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